DER_WEG_ZUM_MEISTER
Der Weg vom Schüler zum Meister
Um Meister einer Kampfkunst zu werden, muß diese betrieben werden, wie ein Studium. Dabei durchläuft man über die Jahre mehrere (Semester) Schülergrade. Jeder dieser Schülergrade setzt sich aus einzelnen Grundtechniken, verschiedenen Kombinationen und vorgeschriebenen Bewegungsabläufen zusammen.
Zwischenziele auf dem Weg zum Meister sind die Prüfungen in den jeweiligen Schülergraden. Bei diesen Prüfungen muß man unter Beweis stellen, daß man sich die Techniken richtig angeeignet und viel geübt hat.
Hier gibt es dann auch ein Bewertungssystem:
· mit Auszeichnung
· mit 1 bis 4 bestanden
· 5 à nicht bestanden.
In der gesamten Zeit der Ausbildung im Vo-Dao-Vietnam darf man nur eine einzige Prüfung mit 4 bestehen.
Die Schülergrade sind systematisch aufgebaut.
Der 1. Schülergrad bildet die Grundlage für alle Weiteren. Es werden Basistechniken trainiert, auf denen dann in den Folgeschülergraden aufgebaut wird.
Man muß also erst stehen und gehen können, bevor man fliegen lernt.
So werden im 1. SG alle Techniken im sicheren Stand ausgeführt. Aufbauend darauf erlernt man im 2. SG die ersten Drehtechniken, und im 3. SG geht es dann an die ersten Sprungtechniken.
Der 4. SG ist Spezialtechniken, wie z.B. Fingerstichen, komplizierten Sprungtechniken und Kombinationen vorbehalten.
Der 1. bis 4. SG ist Waffenlos und im 5. und 6. SG erlernt man die beiden Hauptwaffen, welche man beherrschen muß, um einmal Meister des Vo-Dao-Vietnam zu werden.
Diese sind das Schwert und der Bo-Stab.
Ab dem 3. SG muß man in den Prüfungen zusätzlich zum Technikprogramm noch in Freikämpfen beweisen, daß man das erworbene Wissen und die Fertigkeiten auch im Kampf umsetzen kann.
Nach Absolvierung des 6. SG bereitet man sich intensiv auf die Prüfung zum Meistergrad vor.